Thomas Reich

In einem Sägewerk – kein Witz – begann meine berufliche „Karriere“ im August 1982. Vom ersten Tag an, habe ich es wirklich gehasst. Am dritten Tag, wollte ich schon nicht mehr hin. Meiner Mutter sagte ich: „Da arbeiten nur Schulversager“ Worauf meine Mutter schlagfertig konterte: „Dann bist Du da genau richtig“.

Ich war 9 Jahre lang ein sehr gelangweilter Hauptschüler. 1981 wäre ich normalerweise mit der Schule durch gewesen, ich wollte Tischler werden bekam jedoch keinen Ausbildungsplatz. Dann gab es die Möglichkeit die 10. Klasse auf der Hauptschule zu machen und mit einer Abschlussprüfung, einen Realschulabschluss zu erhalten. Lust zu arbeiten hatte ich nicht wirklich, also blieb ich.

Im Juni 1982 war ich dann der einzige von 40 Schülern, der den 10. Klasse-Abschluss verkackt hatte. Ich dachte mich trifft der Schlag.

Meine einzige Alternative: Eine Lehre im Sägewerk, bei uns im Ort., einfach die Straße runter mit dem Rad.

Mein denken und handeln war dann 6 Jahre geprägt von: „Ich habe keine andere Wahl, so ist das Leben. Erfolgreich werden ist was für andere“.


Gedanklich war ich damals ein „Armdenker“ und das bei meinem Nachnamen. Ich habe so ziemlich jeden Tag über das Leben gejammert.

Dann gab es einen Arschtritt mit Anlauf, der mein Leben, mein Denken und meine Einstellung radikal änderte. Mein Freund Rainer hatte mir klipp und klargesagt, dass keine Lust mehr hat sich mein Gejammer anzuhören. Entweder ich ändere etwas oder wir gehen getrennte Wege.
Das hat gesessen und mich aufgeweckt. Rainer hat mit klar gemacht: „Ich habe immer eine Wahl, für alles in meinem Leben. Auch für Erfolg“.

Da habe ich gelernt, wie wichtig es ist Entscheidungen zu treffen und mental eine klare Birne zu haben.

So stand ich am 15. August 1998, morgens um kurz vor 8 Uhr, in der Richardstraße 1, Hamburg und hatte 2 Jahre Technikerschule vor mir

Doch nur unter uns: Mir ging der Arsch auf Grundeis.

Ich der grobmotorische Sägewerker unter lauter feinmotorisch geschickten Tischlern. Wie sollte ich da ErfolgREICH werden? 

6 Wochen später wußte ich es. Die Tischler erkannten schneller als ich mein Talent. Meine Leidenschaft: Reden.
Ich tauschte: Meine Redekunst gegen große Schrift und Abschreiben lassen.

War damit klar, dass sich Coach bin? Noch lange nicht.

Nach der Technikerschule, machte ich als Holztechniker Karriere:
Zuerst als Produktionsleiter bei einem sehr renommierter Küchenhersteller. Dann Bauleiter für dänische Holz/ Alufenster und dann meine Erste Selbstständigkeit als freier Handelsvertreter für finnische Wohnblockhäuser.
Mit den Blockhäusern – dachte ich – war ich auf dem Gipfel angekommen. 4 Jahre brummte das Geschäft und ich arbeitete 7 Tage die Woche ohne Stress zu spüren. Ende 1999 wurde unser eigenes Blockhaus angeliefert. Ein Kindheitstraum wurde Realität.

…und dann kam das Jahr 2000.

Alles war anders, alles.
Keine Nachfrage mehr. Es war als wenn jemand den Strom abgestellt hat.

Das eigene Haus stand da, war unbezahlt.
Knapp 2 Jahre hielt ich dran fest, wünschte mir das „jemand den Strom wieder anstellt“. Doch es passierte nichts.
Ausser das unsere Schulden wuchsen, auf zusätzliche 125.000 € plus Zins und Zinses Zins. Kein Gegenwert dafür, so wie beim Blockhaus.

Es kam der Tag im September 2001, ich kündigte meinen Handelsvertreter Vertrag. Nun stand ich da, mit einen unbezahltem Blockhaus und weiteren 125.000 € zusätzlichen Schulden.

Wurde ich jetzt Coach?
Nein.

Ich besorgte mir einen Job im Verkaufsaussendienst. Mit 70.000 €, dickem Dienstwagen und Tankkarte. Dänische Firma, super nette Kollegen doch keinen echten Spaß bei dem was ich zu tun hatte und 80.000 Kilometer im Jahr im Auto.

Schon nach 3 Monaten wußte ich:
„Das kann´s nicht sein bis zur Rente“
Ich biss mich durch, zahlte die Schulden und tat was zu tun war. Von meiner persönlichen Bestform war ich ewig weit entfernt.

Bis ich im September 2006 meine Erste Ausbildung als Trainer und Coach begonnen habe. 2007 folgte noch eine Ausbildung in der Schweiz.
Das erhöhte die immer noch vorhandenen Schulden um 30.000 €, doch ich wußte das es eine Investition in meine Zukunft war.

Glücklicherweise ist seit 1998 Jahren Maria an meiner Seite.  Auch sie kennt die Tiefen meines Lebens ganz genau.

Am 22. März 2008 gab ich dann in Oldenburg, mein erstes offenes Seminar mit dem Titel: „Schlagfertig und erfolgreicher“. 12 Teilnehmer waren da, für 50 € pro Person. Ich wollte einfach nur wissen, ob sie mir abnehmen was ich ihnen beibrachte.
Sie taten es.
Am 3. Oktober 2008, traf ich dann morgens um 9 Uhr, die Entscheidung meinen Aussendienstjob zu kündigen. Das tat ich sofort am Montag den 6. Oktober, mit Datum zum 30. Juni 2009.

Der 1. Juli 2009 war dann der totale Reset. Neustart in der Wirtschaftskrise und es gab schon über 100.000 Trainer und Coaches in Deutschland .

Mir was da völlig egal, ich hatte nichts zu verlieren und alles zu gewinnen.

Bereits in meinem 2. vollen Jahr hatte ich es wirtschaftlich auf über 150.000 € Einnahmen geschafft.

Warum? Ich tat endlich das was ich immer schon tun wollte. Bediente – damals noch unbewusst – meine PLD´s. Ich habe viele Menschen getroffen, in unterschiedlichen Situationen, habe ziemlich viele Höhen, aber auch Tiefen gehabt. Und mein Handwerk als Coach gelernt. Immer von den Besten ihres Faches und durch Machen.
Mit mehr als 10.000 Coaching Gesprächen bin ich einer der erfahrenen Coaches in Deutschland.
Am 5. März 2014 ist mein Podcast auf die Welt gekommen. Im Sommer 2020 gibt es die 1000 Folge. Auch hier habe ich Kontinuität bewiesen und brauche seit dieser Zeit keine aktive Akquise mehr.


…und übrigens: Traue keinem Coach ohne Coach.

Mein Coach ist immer an meiner Seite. Jahr für Jahr für Jahr, investiere ich eine 5-stellige Euro-Summe in meine Persönlichkeitsentwicklung.
Ein wichtiger Bestandteil, meiner persönlichen Bestform.